Die Mitgliederversammlung des Geschäftsjahrs 2019 fand dieses Jahr pandemiebedingt vor einem überschaubaren Publikum statt und war aufgrund der Verordnungen zur Corona-Pandemie funktional organisiert. Der Vorstand hatte beschlossen, die Tagesordnung auf das Minimum zu kürzen, weshalb auf Grußworte und Ehrungen verzichtet wurde.
Kreisjägermeister German Kälberer thematisierte gleich zu Beginn den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. Er appellierte an den Zusammenhalt aller Jägerinnen und Jäger, ob im privaten Jagdrevier oder beim Forst aktiv, im Angesicht dieser schweren Aufgabe. „Wir werden alle daran gemessen werden, wie viele Schweine auf der Strecke liegen“, erinnerte er die Anwesenden an die bevorstehenden Verpflichtungen zur Eindämmung der ASP. Dabei thematisierte er auch die zu geringe Anzahl an verfügbaren ausgebildeten Stöberhunden und lobte den Einsatz und die Spenden für den Hundefond, der den Selbstbehalt für Mitglieder für Tierarztkosten nach Verletzungen der Hunde im jagdlichen Einsatz abgedeckt.
Im Zusammenhang mit den Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie drücken die Jägerinnen und Jäger ihre Sorge zur Ausführung der nahenden Treib- und Drückjagden aus. Vor allem eine einheitliche Regelung schien noch zu fehlen. Der stellvertretende Kreisjägermeister Thomas Doll schlug daraufhin eine Absprache der betroffenen Pächterinnen und Pächter vor, um eine einheitliche Herangehensweise abstimmen zu können.
Ein weiteres Thema war die Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetztes (JWMG). Neben der Verschiebung der allgemeinen Schonzeit und der damit verbundenen Einschränkung der Jagd auf Neozoon stellten die Einführung eines Stadtjägers und das neue digitale Wildtierportal die größten Veränderungen dar.
Außerdem erläuterte Kreisjägermeister German Kälberer die Änderung des Waffenrechts. So erhält nun jeder Jäger und jede Jägerin eine persönliche Identifikationsnummer und die Kennzeichnungspflicht der Waffen wurde erweitert. „Diese Änderungen stellen vor allem einen erhöhten bürokratischen Aufwand ohne Mehrgewinn an Sicherheit dar“, fasste der Kreisjägermeister zusammen.
Als positiv wurde die Entwicklung des Feldhasenbesatzes im Kirchheimer Raum bewertet: Trotz Tularämie- und EBHS-Fällen zeigten die zweimal im Jahr stattfindenden Zählungen einen leichten Anstieg des Besatzes an. In diesem Zusammenhang ist die Einschränkung der Prädatorenbejagung aufgrund geänderter Jagdzeiten (s.o.) allerdings kontraproduktiv.
Vor allem der Zuwachs an 22 Mitgliedern wurde erfreut aufgenommen. Bläserobmann Patrick Schwarz stellte außerdem einen Anfängerkurs der Jagdhornbläser in Aussicht. Ausführlich wurde auch über die Aktivitäten der Hundegruppe, der jungen Jäger und des Teams von Lernort Natur berichtet.
Bei den anstehenden Wahlen wurden Ulrich Hoyler (Schriftführer), Rainer Stümpflen (Kassier), Patrick Schwarz (Bläserobmann), Alfred Stark (Hundeobmann), Timo Rehm (Obmann junge Jäger) und Suad Babahmetovic (Obmann für Biotophege und Naturschutz) in ihren Ämtern einstimmig wiedergewählt. Einstimmig wurden Gabriele Eichler als Obfrau für Lernort Natur, Katharina Daiss als Obfrau für Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Marcus Schäfer als Schießobmann und Alwin Schnabel als Veranstaltungsobmann neu in ihre Ämter gewählt, die sie seit geraumer Zeit bereits kommissarisch ausgefüllt hatten.
Die Jagdhornbläser beendeten den Abend verordnungskonform mit einigen Stücken im Freien vor dem Veranstaltungsraum.



