Die Versammlung wurde von der Jagdhornbläsergruppe und KJM German Kälberer eröffnet, der zunächst die Ehrengäste Martin Kohler und Christoph Schüle von der Jägervereinigung Nürtingen herzlich begrüßte. In seiner Ansprache dankte er dem Vorstand für die hervorragende Zusammenarbeit, ohne die die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres nicht möglich gewesen wären. Ein besonderer Dank galt zudem der großen und aktiven Bläsergruppe, den engagierten Teams von Lernort Natur und Hundewesen sowie allen Helferinnen und Helfern, die das Vereinsleben und die Veranstaltungen tatkräftig unterstützt haben.
Im Anschluss wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Die Jagdhornbläsergruppe spielte das Signal „Halali – Jagd vorbei“, gefolgt von einer Schweigeminute.
Es folgten die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Kuno Mattheis, Konrad Richter, Claus Schott und Steffen Stark ausgezeichnet, für 40 Jahre Chris Maxwell, Gisbert Schäfer und Martin Schmelzer, für 50 Jahre Eberhard Fingerle und für 65 Jahre Helmut Leuze. Die besondere Münze der Jägervereinigung Kirchheim erhielt Jutta Doll, die bis November 2025 die musikalische Leitung der Bläsergruppe innehatte. Ihr Mann und stellvertretender Kreisjägermeister Thomas Doll wurde für sein großes und beständiges Engagement mit der silbernen Verdienstnadel des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Die Mitgliederentwicklung zeigte sich stabil: Zwölf neue Mitglieder konnten im vergangenen Jahr begrüßt werden, sodass die Jägervereinigung nun 343 Mitglieder zählt. Es wurde angeregt, dass Neumitglieder im ersten Jahr die Hauptversammlung in Ruhe kennenlernen sollen, im zweiten Jahr jedoch aktiv zum Vereinsleben beitragen. Schon wenn die Hälfte der Neumitglieder mit anpackt, wäre viel gewonnen.
Im Zuge der Erweiterung des Biosphärengebiets erläuterte der KJM, dass vielen Kommunen nicht bewusst war, dass die Jagd dort weitgehend ruht. Drückjagden gelten in den Kernzonen zunehmend als ungeeignet. Dank des Einsatzes der Jägerschaft ist nun auch die störungsarme Einzeljagd möglich.
Bei der Afrikanischen Schweinepest konnte vorsichtig Entwarnung gegeben werden: Die Maßnahmen zeigen Wirkung, und wenn bis Oktober keine neuen Fälle auftreten, gilt Baden-Württemberg wieder als ASP-frei.
Nachdem Fälle des Aujeszky-Virus in Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen gesorgt hatten, wurde darauf hingewiesen, dass auch in der Teckregion immer wieder Antikörper nachgewiesen werden. Die Jägerschaft wurde eindringlich gebeten, mehr Monitoring zu betreiben und Blutproben erlegter Sauen nach Fellbach zu senden.
Zum Wolf, der neu ins JWMG aufgenommen wurde, wurde klargestellt, dass keine Wildschadensersatzpflicht besteht und dies nach aktueller Einschätzung auch so bleiben wird. Die neue Biberverordnung bedarf einer dringenden Überarbeitung – der Biber müsse ins JWMG aufgenommen werden. Zudem wurde klargestellt, dass die Jagd auf Neozoen nun ganzjährig zulässig ist.
Die Berichte über Veranstaltungen des vergangenen Jahres sowie die Rechenschaftsberichte der Obleute spiegelten die Aktivität und Vielfalt der Jägervereinigung wider.
KJM German Kälberer wies darauf hin, dass die sozialen Medien als Informationsmedium unumgänglich sind, vor allem um die jüngere Bevölkerung zu erreichen. Die Jägervereinigung wird daher künftig verstärkt digitale Kanäle nutzen müssen, um das Bild der Jagd aktiv mitzugestalten.
Im Bereich Schießwesen ist geplant, auf der 100-Meter-Bahn eine Ehrenscheibe „Bester Schuss“ auszuschießen, deren Übergabe im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2027 erfolgen soll.
Der Biotopbericht zeigte, dass im Jahr 2025 insgesamt 230 Kilogramm Wildackermischungen bestellt wurden, überwiegend mit 40-prozentiger Bezuschussung durch den LJV. Auch in diesem Jahr werden wieder verschiedene Mischungen gefördert, und Bestellungen sollen bis Ende März an Biotop-Obmann Suad Babahmetovic erfolgen. Ab 2026 werden zudem Bruthilfen für Enten unterstützt.
Die Kassenprüfung wurde von Zink und Leuze durchgeführt. Es wurde angeregt, besonders renitente Mitglieder, deren Mitgliedsbeitrag nicht einzuholen ist, gegebenenfalls auszuschließen – der Vorstand sollte dies prüfen. Die Entlastung des Kassiers war einstimmig.
Die Entlastung des Vorstands wurde traditionell durch den ehemaligen KJM Jochen Sokolowski durchgeführt, der mit seiner routinierten und humorvollen Art betonte, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter den Leistungen des Vorstands steckt. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Bei den Wahlen stellten sich German Kälberer und Thomas Doll erneut zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. Beide betonten die Notwendigkeit einer Verjüngung des Vorstands und warben dafür, jüngere Mitglieder frühzeitig einzubinden, um Kontinuität zu sichern. Als neue Kassierin wurde Elena Schepper-Stark, Steuerberaterin, einstimmig gewählt. Die Satzungsänderung sowie der Beitritt zum JGHV wurden jeweils einstimmig angenommen.
Die Jägervereinigung selbst erhöht ihren Beitrag nicht, jedoch wird die Beitragserhöhung des LJV um 15 Euro weitergegeben. Die Annahme erfolgte mit drei Enthaltungen und vier Gegenstimmen – verbunden mit der Bemerkung, man habe nicht dafür gestimmt, sondern akzeptiere die Erhöhung.
In einem weiteren Beitrag berichtete Samuel Kick über wildernde Hunde und rief dazu auf, Risse konsequent zu melden, Kommunen einzubinden, Wildtierbeauftragte zu bestellen und Proben zu nehmen, um Klarheit über die Verursacher zu gewinnen. An den LJV ging die Bitte, hier stärker aktiv zu werden.



