Nachschau: Anlegen von Blühbrachen und Wildäckern

Am Freitagabend, 13. Mai, hat in Nabern eine Fortbildung über das Anlegen von Blühbrachen und Wildäckern stattgefunden.

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Das große Interesse an der Fortbildung spiegelt die große Bedeutung der Wildäcker als Hegemaßnahme in einer Zeit wider, die von Kulturlandschaft und Monokulturen geprägt ist.

Unser Biotopobmann Suad Babahmetovic hatte schon vor der Veranstaltung einen Acker von etwa 5 Ar unweit einer Benjeshecke im Revier Nabern für das Anlegen einer rotierenden Blühbrache vorbereitet. Diese besteht aus mehrjährigen Pflanzenarten, die optimal an den Standort angepasst sind. Durch die fachlich abgestimmte Zusammensetzung kann ein hochwertiger Lebensraum entstehen, der dem Nieder- und Hochwild ganzjährig Deckung und Äsung bietet. Die Vielfalt der Pflanzen bietet außerdem einen reichhaltigen Lebensraum für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten.

In 2- 3-jährigem Wechsel wird die Hälfte der Blühbrache neu angelegt (rotierend). So entwickeln sich dichte und besonnte Bereiche sowie hoch- und niederwüchsige Deckungen. Als Pflegemaßnahme für diese Fläche ist eine Mulchmahd  im Frühjahr empfohlen.

Suad Babahmetovic erklärte den teilnehmenden Jägerinnen und Jägern das Anlegen einer Blühbrache von der Vorbereitung der Fläche bis zum Walzen nach der Saat. Dabei durften Freiwillige auch selbst Hand anlegen.

Der im Rahmen der Fortbildung angelegte Wildacker kann gerne im Jahresverlauf besucht und angeschaut werden. Thomas Doll wird dies auch dokumentieren und die Entwicklung in der Bildergalerie zeigen.

Zum Ausklang bewirteten uns die Seefreunde Nabern und der stellvertretende Kreisjägermeister, Mitpächter des Reviers Nabern Thomas Doll, verköstigte alle mit hervorragenden Wildwürsten vom Grill.

Für Fragen zur Saatgut-Auswahl, geeigneter Flächen sowie zur Ausbringung steht unser Biotopobmann gerne zu Verfügung. Dabei soll auch daran erinnert werden, dass es für Wildackersaatgut einen 50-Prozent-Zuschuss vom LJV gibt. Bezuschusst werden Basis-Mischung I, Basis-Mischung II, Blühbrache Vielfalt, Dauerwildwiese Schwarzwald und Dauerwildwiese Odenwald.