Fall von Tularämie in Großbettlingen

Bei einem verendet aufgefundenen Feldhasen im Jagdrevier Großbettlingen wurde bei der Untersuchung im CVUA Stuttgart Hasenpest (Tularämie; Erreger F. tularensis spp. holarctica; Befund vom 31.07.2019) nachgewiesen.


Erstellt am 01.08.2019

Bekanntermaßen ist die Hasenpest auf den Menschen übertragbar und kann u. a. durch direkten Haut-/Schleimhautkontakt, Einatmen oder auch den Verzehr von nicht durcherhitzten Lebensmitteln (Wildbret) zu einer Ansteckung führen. Auch eine Infektion ohne Kontakt zu einem infizierten Tier ist möglich z. B. über kontaminiertes Wasser, Insektenstiche und Zeckenbisse. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.
 

In diesem Zusammenhang möchten auf das besondere Infektionsrisiko von Jägern hinweisen und folgende Verhaltensregeln für die Bergung von Feldhasen (Fallwild, krank erlegt) zur Untersuchung empfehlen:

-       Tragen von Einmalhandschuhen und staubdichter Atemmaske, ggf. Schutzbrille.

-       Luftdichtes Verpacken des Tierkörpers für den Transport.

-       Hunde vom Tierkadaver fernhalten, Zeckenprophylaxe anwenden.

Hinweis:

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts weist kein eindeutiges Symptom auf einer Ansteckung hin. Vielmehr kann es zu unterschiedlichen Krankheitsanzeichen kommen (u. a. grippeähnliche Symptome, Lymphknotenschwellung, Hautveränderungen, Augenentzündung). Diese treten in der Regel wenige Tage bis zu zwei Wochen nach der Infektion auf.

Bitte stellen Sie sich im Zweifelsfall zur Abklärung und Behandlung Ihrem Hausarzt vor.

 Für Rückfragensteht das LRA ESslingen, Veterinärbehörde gern zur Verfügug. Tel 0711-390241516

Erstellt am 01.08.2019
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